Autor*innen und Bücher 2026

beim Buchfestival am 8. und 9. Mai

Armin Thurnher
Unsternstunden der Menschheit

Barbara Pumhösel
Wortnester

Christian Klinger
Giovanni, du stinkst

Daniela Chana
Affäre mit einem Erzähler

Elena Messner
Die Ablenkung

Julya Rabinowich
Mo & Moritz

Maja Iskra
Uppercut

Marko Dinić
Buch der Gesichter

Marlene Streeruwitz
Prinzessinnenkunde +
Auflösungen

Milena Michiko Flašar
Gedankenspiele über Einsamkeit

Monika Hefler
Bitte schick mir eine Droge +
Wie die Welt weiterging

Otto Brusatti
10 Neu – Duineser Elegien

Raphaela Edelbauer
Die echtere Wirklichkeit

Renate Welsh
Ich fall mir selbst ins Wort

Semier Insayif
vom auf horchen und zu fallen

Susanne Gregor
Halbe Leben

Thomas Mießgang
Die guten Kräfte

Tobias March
Polymorpha

Walter Gröbchen
Die guten Kräfte

Walter Posch
Schräg gegen den Strom

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 18.00 Uhr

Armin Thurnher

geboren 1949 in Bregenz. Mitbegründer, Miteigentümer und Herausgeber der Wiener Wochenzeitung »Falter«. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Preis des österreichischen Buchhandels für Toleranz und Otto-Brenner-Preis für seinen Einsatz für ein soziales Europa. Bei Zsolnay erschienen zuletzt »Fähre nach Manhattan« (2019), »Anstandslos. Demokratie, Oligarichie, österreichische Abwege« (2023) und »Unsternstunden der Menschheit« (2026).

Unsternstunden der Menschheit, Wie die Welt unerträglich wurde.

Zsolnay

Stefan Zweig nannte seine berühmte Sammlung von Texten einen »geistigen Spiegel« der Zivilisation. Armin Thurnhers Buch stellt eine Verdunkelung des Spiegels fest. »Unsternstunden der Menschheit« fixiert einige Momente, die unsere Gegenwart formten: Manche davon entgingen dem Radar öffentlicher Aufmerksamkeit. Als Bill Clinton die Section 230 eines Mediengesetzes unterzeichnete, nahm die Welt der Kommunikation einen neuen, fatalen Lauf. Als der Blogger Curtis Yarvin zu veröffentlichen begann, legte er ein Fundament zum Aufstieg Donald Trumps. Als Hans Dichand die »Kronen Zeitung« neu gründete, nahm er die politische Klasse Österreichs in die Geiselhaft der Dumpfheit. Ein Blender namens Sebastian Kurz brachte die konservative Kaste halb Europas um den Verstand. Elon Musk, Viktor Orbán, Peter Thiel und viele andere trugen und tragen zur Verdunkelung der Welt bei. Doch wer sagt, dass aus einer Galerie dunkler Spiegel nicht am Ende neues Licht blitzen kann?

Samstag, 9. Mai im Restaurant Vestibül um 11.30 Uhr

Barbara Pumhösel

geb. 1959 in Neustift bei Scheibbs (NÖ). Lebt, schreibt und übersetzt im Arno- und im Erlauftal. Langjährige Tätigkeit in der Leseförderung. Mitglied des Literaturkreises PODIUM, der IG AutorInnen und der Compagnia delle poete. Arbeiten für den ORF, diverse Auszeichnungen, u. a. Anerkennungspreis für Literatur des Landes Niederösterreich 2011, Premio Pippi 2012 (Bologna) und Premio Arcipelago itaca 2016 (Lyrikpreis). Poetry Fellow der Bogliasco-Foundation. 

Wortnester

Gedichte, Keiper, Graz 2026

Barbara Pumhösels Gedichte kreisen um Vögel und andere flugfähige Wesen als poetische Impulsgeber. Präzise Naturbeobachtung trifft auf zeitgenössisches Nature Writing, das Klischees auflöst und neue Denk- und Wahrnehmungsräume eröffnet.

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/barbara-pumhoesel-nature-writing-keiper-lyrik-35

Samstag, 9. Mai im Restaurant Vestibül um 10.00 Uhr

Christian Klinger

geboren 1966 in Wien, Studium der Rechtswissenschaften. Seit 2017 Zweitwohnsitz in Triest. Er veröffentlichte zahlreiche Krimis und Beiträge in Anthologien, erhielt den Luitpolt-Stern-Förderungspreis und war auf der Auswahlliste des Agatha-Christie-Krimipreises (2011). Im Picus Verlag erschienen der Roman »Die Liebenden von der Piazza Oberdan« sowie die historischen Kriminalromane rund um Inspektor Gaetano Lamprecht: »Ein Giro in Triest«, »Die Geister von Triest« und »Eine Corsa in Triest«. www.christian-klinger.at

Giovanni, du stinkst – Ein Antikrimi

Kremayr & Scheriau

Es könnte ein schönes, ruhiges Leben sein. Hier am verträumten Badesee im kleinen Paradies, wie es von den Menschen im Dorf liebevoll genannt wird. Wäre da nicht dieser sonderbare Badeunfall, mit dessen Aufklärung Abteilungsinspektor Giovanni Sinovats betraut wird. Und der nicht nur die Idylle, sondern auch die vermeintliche Harmonie der nur auf den ersten Blick eingeschworenen Dorfgemeinschaft gehörig aus dem Gleichgewicht bringt. Schon bald bleibt kein Stein auf dem anderen im kleinen Paradies am See. Sogar Erdbeben sowie ein profitgeiler Grundbesitzer werden da zur absoluten Nebensache. Zu allem Überfluss treibt auch noch Mama Sinovats mit ihrem Italienfaible alle in den Wahnsinn. Allen voran Giovanni selbst …

Samstag, 9. Mai im Restaurant Vestibül um 11:30 Uhr

Daniela Chana

geboren 1985 in Wien, promovierte an der Universität Wien im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft. Ihr Lyrikdebüt Sagt die Dame (2018) wurde unter die »Lyrik-Empfehlungen 2019« der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gewählt. Mit ihren Gedichten trat sie bei zahlreichen internationalen Literaturfestivals auf, unter anderem beim European Poetry Festival in London oder beim Poesiefestival Berlin im Haus für Poesie. 2021 erschien ihr Erzählband Neun seltsame Frauen, der ihr einen Platz auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis eintrug. Für Die Presse schreibt sie Essays über Themen des Alltags und der Literatur.

Affäre mit einem Erzähler

Gedichte, Limbus Verlag, Innsbruck 2026

Da will eine Frau einfach Schreibende sein, Kunst genießen, Sinnlichkeit kultivieren, Gespräche führen und Wein trinken, sich einkuscheln, reisen, Literatur schaffen. Die Realität hat aber leider noch ein Wörtchen mitzureden – Deadlines drohen, Begriffe entgleiten, Geld will verdient werden, der leidige Abwasch wartet, man wird mit falschem Namen vorgestellt und liest ohne Honorar vor einer Handvoll Freunden. Daniela Chana erzählt in wenigen Zeilen ganze Geschichten – manchmal fast einreduziert auf einen Aphorismus –, glänzt ebenso mit subtilem Humor wie mit unaufdringlicher Klugheit und plädiert vor allem gegen das Verzweifeln und für das Leben.

https://www.limbusverlag.at/buecher/affaere-mit-einem-erzaehler/

Samstag, 9. Mai im Restaurant Vestibül um 12.00 Uhr

Elena Messner

(*1983) ist Schriftstellerin und Kulturwissenschaftlerin und lebt in Wien. Sie lehrt an verschiedenen Universitäten und forscht seit 2023 als Senior Scientist (FWF) an der Universität Wien. Auszeichnungen u. a. Shortlist des Literaturpreises Wortmeldungen 2024, Kärntner Förderungspreis für Literatur 2021 und Langzeitstipendium für Literatur des BMKOES. Zuletzt erschien der Roman »Schmerzambulanz« (Edition Atelier, 2023), für den sie den Theodor Körner-Preis erhielt.

Web: www.elena-messner.com

Die Ablenkung

Edition Atelier

Elena Messner richtet in ihrem klug konstruierten und vielschichtig-spannenden Roman die Scheinwerfer auf das schmutzige Geschäft der Fleischindustrie. Jana Dolenc ist frustriert von ihrer Arbeit in der Umweltbehörde. Die unzähligen Vergehen, die sie tagtäglich in die Datenbank klopft, führen ja doch zu nichts. Bis eines Tages die Kommissarin Nivia in der Lobby steht: Die Schwester des berüchtigten Unternehmers Mark Schulze, den die Behörde schon lange auf dem Zettel stehen hat, wurde ermordet, und Schulze ist verschwunden. Jana soll der Polizei bei den Ermittlungen helfen und arbeitet eng mit Nivia zusammen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der Jana tief in die dunklen Machenschaften der Fleischindustrie zieht und ihre Freundschaft zu Nivia auf die Probe stellt …

Samstag, 9. Mai im Restaurant Vestibül um 13.00 Uhr

Julya Rabinowich

geboren 1970 in St. Petersburg, lebt seit 1977 in Wien, wo sie auch studierte. Sie ist Schriftstellerin und Kolumnistin und war viele Jahre als Dolmetscherin tätig. Bei Deuticke erschienen »Spaltkopf« (2008, u. a. ausgezeichnet mit dem Rauriser Literaturpreis 2009), »Herznovelle« (2011, nominiert für den Prix du Livre Européen), »Die Erdfresserin« (2012) und »Krötenliebe« (2016). Ihr erstes Jugendbuch »Dazwischen: Ich« (2016) wurde u. a. mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis, dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis und dem Luchs (von Die Zeit & Radio Bremen) ausgezeichnet. Es folgten »Hinter Glas« (2019), »Dazwischen: Wir« (2022) und »Der Geruch von Ruß und Rosen« (2023). 

Mo & Moritz

Hanser

Queere Romance mit Tiefgang: Zwei Jugendliche, die für ihre Liebe kämpfen und Vorurteile überwinden. Julya Rabinowichs neuer Jugendroman – Ausgezeichnet als »Jugendbuch des Monats« der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.
Mo stammt aus einer Familie mit muslimischen Wurzeln. Als er eine Friseurlehre in einem Wiener Nobelsalon beginnt, taucht er ein in eine glamouröse Welt. Eines Abends wird er hinter den Kulissen des Wiener Opernballs eingesetzt und verliebt sich – ausgerechnet in Moritz, einen Jungen aus einer jüdischen Familie. Mo schwebt auf Wolke sieben – und bekommt gleichzeitig kalte Füße: Was, wenn seine Familie davon erfährt? Wird er jemals zu Moritz und seiner Liebe stehen können? Julya Rabinowich erzählt in Mo & Moritz eine Liebesgeschichte von heute, ganz nah dran an den Träumen und Hoffnungen Jugendlicher!

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 17.30 Uhr

Laura Freudenthaler

Geboren 1984 in Salzburg, lebt in Wien.
Sie debütierte 2014 mit »Der Schädel von Madeleine«. Für ihren Roman »Die Königin schweigt« (2017) erhielt sie den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis, er wurde 2018 als bester deutschsprachiger Debütroman beim “Festival du premier Roman” in Chambéry ausgezeichnet. Für »Geistergeschichte« (2019), ihren zweiten Roman, erhielt sie den Literaturpreis der Europäischen Union. 2020 gewann sie den 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt für ihren Text »Der heißeste Sommer«, 2024 erhielt sie den Anton-Wildgans-Preis. Zuletzt bei Jung und Jung erschienen: »Arson« (2023)

Iris

Jung und Jung Verlag

Was bedeutet es für eine Frau, dass Erfahrungen in unsere Körper eingeschrieben sind, über Generationen und Jahrhunderte hinweg? Wie wirken wir selbst an einer Geschichte mit, in der Gewalt immer weiter fortgeschrieben wird? Und wie entkommen wir ihr?
Davon erzählt der neue große Roman von Laura Freudenthaler.
Iris ist Schriftstellerin, sie ist viel auf Reisen, in Europa und darüber hinaus. Es sind Momente des Einverständnisses, die sie in den Begegnungen findet, die sie dabei macht. Momente der Bekräftigung in einem Leben, das sich oft am Rand der Erschöpfung bewegt.
Wieder zu Hause berichtet sie von diesen Reisen, und Anton hört ihr zu und zeigt Iris seinerseits die Fotos, die er als Künstler mit schadhaften Kameras macht. Ihre Beziehung zu Anton (wie zu anderen Männern) gründet auf Abmachungen.
Sie und Anton teilen vieles, auch die Lust am sexuellen Spiel mit Gewalt und Unterwerfung. Während sich Iris’ Fantasie an der Geschichte der Hexenprozesse zu entzünden beginnt, drängen Erinnerungen aus ihrer Kindheit immer stärker an die Oberfläche. Bis schließlich ihr Arrangement mit Anton eine tiefe Erschütterung erfährt.

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 19.30 Uhr

Maja Iskra

wuchs in Belgrad auf, studierte in Wien und Valencia und lebt seit über zwanzig Jahren in Wien. Sie ist Landschaftsarchitektin und Medienkünstlerin und arbeitet an der Schnittstelle von Stadtentwicklung und visueller Kommunikation. Ihr Debütroman »Uppercut« war Finalist für den serbischen Beogradski Pobednik Preis und den Zlatni Suncokret Preis 2023 und stand auf der Longlist des NIN Preises, des Laza Kostić Preises sowie des regionalen Meša Selimović Preises. Ihre Erzählung »Hiraeth« gewann 2018 den zweiten Platz beim European Short Story Festival.

Uppercut

Zsolnay

Schlagkräftig, anspruchsvoll und mit großer Wirkung. Was für den Aufwärtshaken gilt, stimmt auch für Maja Iskras Debütroman »Uppercut«. Die Protagonistin, eine junge Frau, die in Wien lebt und liebt, erinnert sich an ihre Kindheit im Belgrad der 1990er Jahre. Der Krieg ist hier fast nur als Rauschen im Hintergrund wahrnehmbar, aber das Leben zu Hause, auf der Straße und in der Schule ist hart und brutal, auch die Mädchen prügeln sich. Aber sie versöhnen sich auch wieder, lernen einander zu respektieren und zu ermutigen. Sie geben nicht auf. Ergreifend, in einem fast telegrafischen Stil und mit einem Trommelfeuer aus popkulturellen und literarischen Referenzen feiert »Uppercut« den Sieg einer ganzen Generation über die widrigen Umstände.

Samstag, 9. Mai im Restaurant Vestibül um 12.30 Uhr

Marko Dinić 

wurde 1988 in Wien geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Belgrad. Er studierte in Salzburg Germanistik und jüdische Kulturgeschichte. Bei Zsolnay sind sein erster Roman »Die guten Tage« (2019) und »Buch der Gesichter« (2025) erschienen.

Buch der Gesichter

Zsolnay

Belgrad 1942: Der Tag, an dem das okkupierte Serbien für »judenfrei« erklärt wird, ist der Tag, an dem Isak Ras seinen vielleicht letzten Streifzug durch die Stadt wagt. Er ist auf der Suche nach den Überresten seiner verschütteten Vergangenheit: Was ist vor 21 Jahren geschehen, als Isaks Mutter spurlos verschwand? Hatten die Anarchisten Rosa und Milan damit zu tun? Oder die mysteriösen Doppelgänger, die in der Stadt herumliefen? Acht Kapitel, acht unterschiedliche Perspektiven ergeben am Ende dieses großen Romans die Lösung eines gewieften Rätsels. Marko Dinić ist ein beeindruckender Text gelungen, eine Geschichte Serbiens und Europas im zwanzigsten Jahrhundert. Sein »Buch der Gesichter« ist Erinnerungsliteratur in moderner Form.

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 16.30 Uhr

Marlene Streeruwitz

in Baden bei Wien geboren, studierte Slawistik und Kunstgeschichte und begann als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. Für ihre Romane erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter zuletzt den Bremer Literaturpreis und den Preis der Literaturhäuser. Ihr Roman »Die Schmerzmacherin.« stand 2011 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen der Roman »Flammenwand.« (Longlist Deutscher Buchpreis 2019), die Breitbach-Poetikvorlesung »Geschlecht. Zahl. Fall.« (2021), der Roman »Tage im Mai.« (2023), die Essays »Handbuch für die Liebe.« und »Handbuch gegen den Krieg.« (2024). 

Prinzessinnenkunde

Bahoe Books

Was bedeutet es, dass Donald J. Trump sich König nennt und nennen lässt? Heißt das, dass er der einzige Mann ist, alle anderen, auch die Männer, sind in Prinzessinnen verwandelt? Marlene Streeruwitz geht in dieser Kulturgeschichte der Männlichkeit dieser Frage nach.Nur der König ist männlich, alle anderen sind nicht mehr selbstbestimmte frei wählende Staatsbürger, sondern nur noch Untertanen. Der König bestimmt über alle Aspekte des Lebens. Das natürliche Geschlecht dient nur mehr der Reproduktion der Untertanenschaft. So werden alle zu Verfügten und müssen sich zur Verfügung halten. Das entspricht der Position der Prinzessin, über die der Königsvater zu seinem Vorteil bestimmt. Wir schreiben ungefähr das Jahr 1740 und alle Errungenschaften der Aufklärung werden vom König verfolgt und vernichtet.

Auflösungen

New York. S. Fischer

New York im März 2024, wenige Monate vor der Wiederwahl Donald Trumps. Die Wiener Lyrikerin Nina Wagner hat die Sorgen um den richtigen Umgang mit ihrer Tochter und die Lügen ihres Ex-Mannes in Wien zurückgelassen und unterrichtet für ein Semester an einer New Yorker Universität.
Doch die Umstände in den USA haben sich mit der Pandemie weiter zugespitzt. Die Freunde sind einem noch schärferen Lebenskampf ausgesetzt, und alle Kultur droht verdrängt zu werden. »Auflösungen.« ist ein Nachruf auf verloren gegangene Wünsche und die Bestandsaufnahme zerstörter Hoffnungen.

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 17.00 Uhr

Milena Michiko Flašar

geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihr Roman Ich nannte ihn Krawatte wurde über 100.000 Mal verkauft, als Theaterstück am Maxim Gorki Theater uraufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Er stand unter anderem 2012 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Wien.

Gedankenspiele über Einsamkeit

Droschl Verlag

In Milena Michiko Flašars Prosawerk ist Einsamkeit ein wichtiges Element. Nun exerziert die preisgekrönte Autorin in ihren Gedankenspielen diesen Begriff exemplarisch anhand eines Lebens durch: von der Geburt bis zum Tod blickt Flašar auf Lebensabschnitte und begibt sich auf Spurensuche.

Wo gibt es Momente von Einsamkeit? Und was sind die Gründe dafür? Sie denkt über unterschiedliche Arten von Einsamkeiten nach, über positive und negative Aspekte, selbstgewählte Formen der Einsamkeit und von außen aufgezwungene. Dabei spielt der interkulturelle Kontext in ihren Überlegungen einmal mehr eine große Rolle: Wie wird Einsamkeit in Japan und wie in Europa wahrgenommen?

Ein kluges, persönliches und feinfühliges Buch, das einen die Welt mit anderen Augen wahrnehmen lässt.

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 15.45 Uhr

© Amrei Marie

Monika Helfer

geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt in Vorarlberg. Sie hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur, dem Solothurner Literaturpreis und dem Johann-Peter-Hebel-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen bei Hanser ihre Romane »Vati« (2021), mit dem sie für den Deutschen Buchpreis nominiert war, »Löwenherz« (2022) und »Die Jungfrau« (2023), »Wie die Welt weiterging« (2024) sowie »Der Bücherfreund« (2025).

Bitte schick mir eine Droge

Gedichte, Hanser

Die große Erzählerin Monika Helfer veröffentlicht ihren ersten Band mit Gedichten. In den Jahreszeiten wie im Alltäglichen findet sie Momente des Blühens und Welkens, lässt die Sonne auf Vergangenes scheinen. Sehnsucht und Trauer durchziehen die Gedichte genauso wie die Zugehörigkeit in der Familie und die Verbundenheit mit Igel und Kauz. Monika Helfers Sprache ist märchenhaft, ihre Lyrik ein Lebensgebäude.

Wie die Welt weiterging

Geschichten für jeden Tag, Hanser

365 Geschichten über die Welt und das Leben – persönlich, ehrlich, klug. Monika Helfer macht aus kleinen Alltäglichkeiten große Erzählungen, erzählt mitreißend von Abenteuern und Begegnungen, unternimmt literarische Streifzüge durch die Natur. Im Rhythmus eines ganzen Jahres zieht uns dieses Lebensbuch hinein in das reiche Universum einer großen Schriftstellerin, voller Merkwürdigkeiten, voller Schönheit. Nach der Lektüre bleiben das Glück und der Trost, der Spezies Mensch anzugehören, die so wunderbar, so grausig, so schön, so verrückt, so traurig, so lustig ist. – „Wie Annie Ernaux ist Monika Helfer eine Meisterin der kurzen Form“, Die Zeit

Samstag, 9. Mai im Restaurant Vestibül um 11.00 Uhr

Otto Brusatti

geboren am 29.6.1948 Zell am See/Sb. Musikwissenschaftler, Autor, Regisseur, Ausstellungsmacher, Radiomoderator. Musikwissenschafts-, Geschichte- und Philosophiestudium an der Univ. Wien (1974 Promotion). 1970–75 am Musiksoziologischen Institut der MHsch. Wien tätig. 1975–2008 Mitarbeit an der Musiksammlung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek (internationale Großausstellungen u. a. zu Erotik 1990, Mozart 1991, Schubert 1997, Strauss 1999 sowie regelmäßige Moderationen von Veranstaltungen); mehrere Jahre Lehrbeauftragter an der Univ. Wien (Vergleichende Ästhetik). Ab 1980 Radiomacher für den ORF (Pasticcio, Klassiktreffpunkt, Apropos Klassik, Tonart, Spielräume spezial)

10 Neu – Duineser Elegien

Mitteldeutscher Verlag

Wir haben n i e, nicht einen einzigen Tag, den reinen Raum vor uns, in dem die Blumen,
satt geworden, dann
unendlich aufgehn.
Wir stehen immer fast am letzten Hügel,
beschauend einmal noch
üppig bewachsne, bald schon fruchtenreiche Täler und
nehmen schon zum Hundertmal für immer
Abschied. 

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 19.00 Uhr

Raphaela Edelbauer

geboren in Wien, studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst. Für ihr Werk »Entdecker. Eine Poetik« wurde sie mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage ausgezeichnet. Außerdem wurde ihr der Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb, der Theodor-Körner-Preis und der Förderpreis der Doppelfeld-Stiftung zuerkannt. Ihr Debütroman »Das flüssige Land« stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, ihr dritter Roman »Die Inkommensurablen« auf der Longlist. Für ihren zweiten Roman »DAVE« erhielt sie den Österreichischen Buchpreis. Raphaela Edelbauer lebt in Wien.

Die echtere Wirklichkeit

Klett-Cotta

Die Aktivistengruppe Aletheia kämpft für die absolute Wahrheit, denn Verschwörungstheorien, Fehlinformationen und alternative Wahrheiten sind die größten Probleme unserer Zeit. Durch künstlerische Interventionen will die Gruppe die Öffentlichkeit bekehren. Aber wozu eine Sprengstoffexpertin in der Gruppe haben, wenn man nie Sprengstoff nutzt? Der neue Roman von Raphaela Edelbauer erzählt von den Bedingungen unserer Gegenwart und den Grundlagen unseres Denkens. Als Byproxy mit zwei Koffern, Laptop und Rollstuhl aus dem betreuten Wohnen für junge Erwachsene entlassen wird, übernachtet sie in offengelassenen Markständen und verbringt die Tage in den Kaffeehäusern Wiens. Dort erregen vier lebhaft über Philosophie streitende Leute ihre Aufmerksamkeit: Sie sind Aletheia. Byproxy überzeugt sie davon, sie in das besetzte Haus mitzunehmen, das den vier Hauptquartier und Kommune ist. In harten Probemonaten, während derer sie tagsüber die Toiletten putzt und sich abends durch den philosophischen Kanon gräbt, erarbeitet sie sich das Vertrauen der Gruppe. Doch während sich Aletheia auf die große Aktion vorbereitet, wachsen die Zweifel an Byproxy. Welche Schuld treibt sie dazu, jede Woche die Mutter eines bei ihrem Unfall umgekommenen Mädchens zu besuchen? Wenn hier jemand dem Anspruch nach absoluter Wahrheit nicht nachkommt, dann ist es Byproxy, dann ist es die Erzählerin selbst.

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 18.30 Uhr

Renate Welsh

1937 in Wien geboren, in Wien und Bad Aussee aufgewachsen. Studierte Englisch, Spanisch und Staatswissenschaften, arbeitete als freie Übersetzerin und beim British Council in Wien. Autorin diverser Kinder- und Jugendbücher, am bekanntesten: »Das Vamperl«, »Dieda oder Das Fremde Kind«, »Johanna«, und Romane, u. a. »Liebe Schwester« und »Großmutters Schuhe«. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. Österreichischer Würdigungspreis, Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur, Deutscher Jugendliteraturpreis, Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur, Theodor-Kramer-Preis und Preis der Stadt Wien für Literatur.

Ich fall mir selbst ins Wort

Czernin Verlag

»Ich fall mir selbst ins Wort« handelt von einer unglücklichen Kindheit im Zweiten Weltkrieg, vom Gefühl der Unzugehörigkeit zwischen Wien und dem Ausseerland und einer jungen Halbwaisen, die ihren Vornamen trotzig gegen ein unpersönliches »Dieda« getauscht hat.

Renate Welshs gleichnamiger Erfolgsroman erschien erstmals 2002 und wird in ihrem neuen Buch einer literarisch bezwingenden Revision unterzogen. Den ursprünglichen Romantext hat die Autorin mit neuen Fragen und Erzählungen versehen und wir nehmen als Lesende teil an einem berückenden Zwiegespräch über alte Wunden und tröstliche Zuversicht, die Literatur und das Wesen der Erinnerung.

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 21.00 Uhr

Semier Insayif

freier Schriftsteller, Dichter, Literaturvermittler, Kurator und Moderator literarischer Veranstaltungen (u.a. Alte Schmiede, Österreichische Gesellschaft für Literatur).  Kunstübergreifende Kooperationen mit Komponist:innen, Musiker:innen und bildenden Künstler:innen. Lesungen, Sprechperformances, leitet Schreibworkshops, Literaturseminare, Seit 2023 ist er Präsident des BÖS- Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen.  www.semierinsayif.com

vom auf horchen und zu fallen

Gedichte, Klever Verlag

Was bedeutet es, wenn wir vom Zufall sprechen? Zufällig begegnen wir einem Menschen oder einem Gedicht. Gibt es überhaupt Zufälle? Oder ist alles so ineinander verwoben, dass es immer Folgen sind, deren Spuren schon im vorher angelegt erscheinen oder gar sind? Das hieße vielleicht, dass es gar keine Zufälle gäbe. Ist nun alles Zufall oder nichts? Wann fällt uns etwas zu? Wie sehr ist das von unserer Befindlichkeit, von unserem Zustand abhängig?

Gedichte also, als assoziative, intuitive, offene Untersuchungen von Zu-gefallenem und Aufgestiegenem, die zu einem Aufhorchen oder Innehalten verleiten, verführen – die auffaltungen des menschen sind phonetischer natur.

https://klever-verlag.com/buecher/vom-auf-horchen-und-zu-fallen/

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 20.30 Uhr

Susanne Gregor

geboren 1981 in Žilina (Tschechoslowakei), zog 1990 mit ihrer Familie nach Österreich und lebt heute in Wien. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Romane »Das letzte rote Jahr« (2019), »Wir werden fliegen« (2023) und bei Zsolnay »Halbe Leben« (2025).

Halbe Leben

Zsolnay

Klara ist tot, beim Wandern abgestürzt. Bei ihr war nur Paulína, eine Slowakin, die Klara nach dem Schlaganfall ihrer Mutter eingestellt hat. Endlich war die Mutter versorgt gewesen. Klara konnte sich wieder ihrer Karriere widmen, ihr Mann seine Freiheit genießen. Paulínas eigene Kinder wurden in der Zwischenzeit in der Slowakei von der Schwiegermutter betreut. Alles wunderbar organisiert, alles ganz einfach. Alle mochten Paulína, dankten ihr mit großzügigen Geschenken für Dienste und Extradienste. War man nicht eigentlich sogar schon befreundet?
In einer klaren, unprätentiösen Sprache widmet sich Susanne Gregor den großen Themen, die uns alle betreffen, und erzählt von der Ungleichheit – zwischen zwei Frauen, zwischen zwei Leben.

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 20.00 Uhr

Thomas Mießgang

Geboren in Bregenz, Studium der Germanistik und Romanistik an der Universität Wien. Seit den frühen achtziger Jahren journalistisch tätig. Sowohl Print (Falter, Profil, Die ZEIT) als auch Rundfunk (ORF Musicbox, Diagonal, Radiokolleg). Von 2000 bis 2011 auch mal als Kurator in der Kunsthalle Wien tätig. Mitautor/-gestalter zahlreicher Aktivitäten zur österreichischen Musik: „Wien Pop“ (2013), die Ausstellung „Ganz Wien“ (Wien Museum), Aufbau eines popkulturellen Archivs im Rahmen der Wienbibliothek im Rathaus. Mit den Bands Radical Chic und Peter Weibel Noa Noa auch als Musiker (Bassgitarre) in der heimischen Szene unterwegs.

Walter Gröbchen

Geb. 1962, ist Verleger, Journalist und Kurator in Wien. Gemeinsam mit Partnern betreibt er die Musik- und Kommunikationsagentur monkey und den Platten-/Hifi -Store Schallter Audio & Records. Als Autor war und ist Gröbchen, zuvor lange Jahre Redakteur, Beitragsgestalter und Moderator bei Ö3 und Ö1 (Musicbox, Nachtexpress, Diagonal), für Die Zeit, Financial Times, Rolling Stone, profi l, Falter, Wiener u. a. tätig. An Publikationen wie „Wien Pop“ (2013) und Ausstellungen wie „Ganz Wien“ (Wien Museum, 2017) war er als Autor, Herausgeber und Kurator maßgeblich beteiligt. Aktuell schreibt er eine Kolumne für „Das Feuilleton“. 2020 erschien eine Auswahl der Kolumnen als Buch: Maschinenraum (Milena Verlag).

Die guten Kräfte. Die Geschichte der österreichischen Popmusik in 100 Songs

Milena Verlag

Weil es von Ambros bis Zawinul, von Austropop bis Cloud-Rap, von 1950 bis 2025 genug signifi kante Beispiele und denkwürdige Fundstücke gibt, die im kollektiven Gedächtnis des Landes für nachhaltigen Lärm sorgten. Viele dieser Songs sind in den Kanon der lokalen Kulturhistorie eingegangen, manche wurden über die Grenzen hinaus bekannt, andere blieben obskur, umstritten, weniger berühmt denn berüchtigt.
Aber alle erzählen eine Geschichte, die weit über den Songtext hinausgeht.
Vom „G’schupften Ferdl“ von Gerhard Bronner & Helmut Qualtinger bis zum Songcontest-Siegeslied „Wasted Love“ von JJ war es ein langer Weg, ein zähes Ringen um eine eigene Sprache im globalen Kraftf eld der Popkultur.
Viele Wegmarken blieben – mehr oder minder geschickte – Nachstellungen internationaler Vorlagen, aber es gab auch äußerst originelle und originäre Ton- und Text-Schöpfungen, die mittels Dialekt, dem Aufgreifen von Mitteln der Volksmusik, der Ironie und Parodie oder tollkühner Adaption eigene Positionen entwickelten.
Das unterscheidet „Die guten Kräfte“ (nach einem Song der legendären Wiener
Punk/Neue Welle-Band Chuzpe) vom Gros des Mainstream-Mittelmaßes, der Hitparaden und Ö3-Heulbojen.
Die Autoren Thomas Mießgang und Walter Gröbchen sind seit Jahrzehnten im Musikjournalismus tätig und mischen in ihre präzisen Kurztexte zu jedem einzelnen Song gerne Polemik, Pointen und eine Prise Pop.
Eine radikal subjektive Auswahl aus dem prallen Fundus der österreichischen
Populärmusik.

Freitag, 8. Mai im Café Landtmannn um 21.00 Uhr

Tobias March

geboren 2000 in Bregenz in Vorarlberg. Pendelt zwischen Wien und Fußach hin und her, schreibt und studiert Lehramt. Mitarbeiter beim BÖS-Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen und Mitglied der GAV und von literatur:vorarlberg. Zahlreiche Veröffentlichungen und Preise, zuletzt etwa den Vorarlberger Literaturpreis 2025/2026. Jüngste Veröffentlichung: Polymorpha (Gedichte, Edition Fabrik Transit, 2025) und Artikel “Naturewriting/Schreibende Natur” in “Schreibpädagogik. Eine Einführung” (Wissenschaft, Belzt Juventus Verlag 2026).

Polymorpha

Gedichte, fabriktransit, Edition für Literatur und Kunst Wien 2025

Tiere sind Menschen, Menschen sind Tiere. Körperlichkeit und Fluidität sind Themen in den Gedichten und in der Sprache. Wie viel Animalisches trägt der Mensch in sich und wie menschlich sind Tiere, die uns umgeben? Zeigen nicht gerade Schnecken als Zwitterwesen, wie unbedeutend Geschlecht sein könnte und was alles möglich ist, ganz ohne große Gender-Debatten und ohne dem starren Beharren auf Binarität. Rehe, Rotfüchse und Wanderratten zeigen uns Überlebensstrategien und Eigenständigkeit am Rande der menschlichen Gesellschaft. Ein solches art- und sogar gattungsübergreifendes Überleben derjenigen Wesen, die sich am Rand befinden, möchte auch dieses Buch ermöglichen und anleiten.

https://www.fabriktransit.net/polymorpha.html

Samstag, 9. Mai im Restaurant Vestibül um 10.30 Uhr

Walter Posch

geboren 1954 in Mürzzuschlag war lange Zeit Politiker der SPÖ, Nationalratsabgeordneter und zuletzt Abgeordneter im Europäischen Parlament.

Schräg gegen den Strom. 42 Kommentare zum Zeitgeschehen

Echomedia Buchverlag

Der vorliegende Band politischer Satiren „Schräg gegen den Strom“ versteht sich als Fortsetzung der 2023 publizierten Skizzen „Schräg gegen die Zeit“, umfasst einerseits Texte für die Zeitschrift „wienlive“ des Echo Medienverlags sowie anderseits Beiträge des eigenen Blogs auf www.walterposch.at und fühlt sich der Bestandsaufnahme und dem Korrektiv der gegenwärtigen politischen Debatte verpflichtet.